Donnerstag, 28. Juli 2011

elephants 1. Zugspitzbesteigung durch die Höllentalklamm

25.07. Zugspitzbesteigung durch die Höllentalklamm
2203 Höhenmeter in 8,5h
(und nur 1,5h Pause und davon 8min in der Steilwand im Klettersteig)

Trailer zur Zugspitzbesteigung durch die Höllentalklamm und den Klettersteig

Vor ca. 2 Jahren hatte ich (Steffen Sachse) im Fernsehen eine Dokumentation über die Besteigung der Zugspitze durch die Höllentalklamm gesehen. Ich war total begeistert und habe noch wärend dieser Sendung mir fest vorgenommen einmal diese Tour zu machen. 2009 sollte es nun endlich losgehen. Aber es kam anders. Bei unserer Schnitzeljagd knickte ich mit dem Fuß um und riß mir einige Bänder im Fußgelenk. d.h. 6 Wochen Gip´s. In der Zeit hatte ich auch noch meine Erkundungsmotorradtour nach Korsika geplant. Diese habe ich dann, zum Glück, im Juli nachgeholt. Die Zugspitztour wollte ich im August nachholen aber diesmal spielte das Wetter nicht mit. Eine Woche vor unserem Reisetermin rief der Bergführer an und sagte alle Termine für 2010 ab, da schon eine beachtliche Menge an Schnee gefallen wäre. Also sollte es nun 2011 sein. Nach kurzen hin und her stand ein Termin fest. Zum Glück sind wir schon zwei Tage eher hingefahren denn wir hatten noch vor Canyoning zu machen. Der Bergführer hatte einen Tag vor unserer Bergtour eine Mail geschickt bzw. angerufen um die Tour abzusagen da wieder Schnee gefallen ist. Da wir aber schon unterwegs waren kam diese Nachricht nicht bei mir an. So kam es das wir an unseren Treffpunk in Hammersbach um 5.00Uhr in der Frühe ankamen und der Bergführer uns mit den Worten empfang “ich hatte euch eigentlich schon abgesagt”. Nun mußte er uns dennoch führen. Wir sind durch die Höllentalklamm bis zur Höllentalangerhütte aufgestiegen (ca. 2h). Nach 10min Gehzeit waren wir schon komplett durchgeschwitzt. Jetzt wusten wir auch warum der Bergführer um 5.00Uhr früh mit T-Shirt den Berg hinauf lief. Die Höllentalklamm ist ein absolut sehenswertes Naturschauspiel. Diese ist auch für ganz normale Wanderer zu erreichen. Nach einem ausgedehnten Frühstück starteten wir gegen 8.00Uhr von der Angerhütte. Jetzt ging´s erst richtig los. Nach einiger Zeit immer bergauf kamen wir zum ersten Klettersteig der sich zum späteren Zeitpunkt als ein Witz darstellt im Vergleich was noch kommt. Als wir die “Leiter” und das “Brett” hinter uns gelassen hatten, stießen wir auf ein langes und wesenlich anstrengendes Stück, die Endmoräne und den dazugehörigen Kletscher. (Film von Endmoräne, Kletscher und Klettersteig) Das hört sich nicht so spektakulär an aber wer einmal dieses Stück gegangen ist weiß was ich meine. Man muß sich einen Steinbruch vorstellen, in dem sich ein rießiger Steinhaufen mit Steinen befindet, die so groß sind wie Autos. Der Haufen ist ca. 250m hoch. Wenn man an der Spitze ist, erscheint ein rießiger und wahnsinnig steiler Hang aus Schnee. Man muß regelrecht im Zickzack laufen um nicht abzurutschen, da es so steil ist. Im ersten Augenblick weiß ich gar nicht wie ich die Füße in den Hang drehen soll. Das war eine ganz neue Erfahrung. Auf dem Kletscher herrscht eine absolute Ruhe, kein Rauschen, kein Wind, kein Auto, nur der eigene Atem…… und das Handy was gerade klingelt. Um den Kletscher überqueren zu können, verbinden wir uns nun mit Seilen (wegen den Kletscherspalten). Nun ziehen wir, wie eine Kamelkarawane die durch die Wüste wandert, über den Kletscher immer weiter bergauf, bis wir nach einer endlosen Zeit (gefühlt) den Einstieg in den Klettersteig erreichen. Eine kurze Rast, ein kleiner Schluck aus der Flasche stellt sich mir doch die Frage, “wie lange noch bis zum Gipfel”. Ich fragte den Bergführer und dieser antwortet “wir sind ca. noch 3h im Klettersteig unterwegs bis zum Gipfel”. Was, drei Stunden und das im Klettersteig, mit oder ohne Pause. Wau, das hätte ich nicht gedacht. Wir eine Maschine durchklettern wir den Steig, einhängen, aushängen, einhängen, aushängen. Es wollte einfach nicht aufhören. Nach ca. 1,5h in der Steilwand machten wir eine Pause auf einem kleinen Felsvorsprung wo wir vier gerade darauf Platz hatten. Gegen 14.00Uhr erreichten wir nun endlich den Gipfel. Das Wetter war ab dem Kletscher sehr nebelig so dass wir fast keine Sicht hatten und auch der Schnee im Klettersteig tat sein übriges. Auf dem Gipfel gab es dann Glückwünsche von Berführer und er beichtete uns das wir diese Tour unter sehr erschwerten Bedingungen und in einer guten Zeit  bewältigt hätten. Diese Tour kann ich nur weiterempfehlen, aber nur an Klettersteigerfahrene und durchtrainierte Leute. (absolut sehenswerte Natur)

Nach dieser Tour schätze ich die Leistung eines Bergsteiger´s wesentlich höher ein. Man muß einen wahnsinn´s Willen haben um sich so zu quälen, um auch sein Ziel den Gipfel zu erreichen.
Teilnehmer: Mike Lindner, Mike Morgenstern, Steffen Sachse und Bergführer Udo Knittel
Ein Wort noch zu Udo: Ein absoluter und erfahrer Berführer, hat schon fast alle Berge der Welt bezwungen, empfehlenswert. Ein schöner Spruch vom Bergführer: “Gesicht zur Wand, Arsch ins Land”
Bilder und eigener Film hier. Film in Youtube

Montag, 25. Juli 2011

elephants Canyoning Silz/Tirol Area47

24.07. Canyoning Silz/Tirol in der Area47

Wir hatten uns entschieden vor unserem eigentlichen Highlight noch etwas Aufregendes zu machen. Da fiel die Wahl auf Canyoning in der Area47, die erst ganz neu eröffnet worden war. Ich (Steffen Sachse) hatte schon 2009 das Vergnügen an solch einer Tour mitzumachen. Was für ein Erlebnis. Das neue Camp war zum damaligen Zeitpunkt noch in der Planung, aber ich muß sagen es ist rießig geworden. (Etwas für junge Leute und die die noch nach Abenteuer suchen) Also ging es zum Canyoning. Nach einer kurzen Nacht im Zelt trafen wir uns in der Outdoor Area, wo wir unsere Anzüge, Schuhe, Helme und Klettergurte bekamen. Die Neugier und auch etwas Aufregung konnte man in den Augen meiner Mitstreiter erkennen. Ich wußte ja was mich erwartet. Hier ein paar Fakten von der Tour: 14m Abseilen von einer Holzbrücke in die Klamm, Wasserrutschen von 6m und anschliesend 4m freier Fall ins Wasser, Wassertemperatur ca. 5Grad, Abseilen von einem 40m hohen Wasserfall, ein 8m tiefer Sprung ins Wasser (Mike hatte dann den Mut  nochmal von 14m zu springen). Für meine zwei Begleiter war dies genau so ein tolles Erlebnis wie für mich das erste Mal 2009.

Schaut euch mal die Bilder und das Video an.